Wir verwenden Cookies, um das Design unserer Website zu optimieren und allgemein zu verbessern. Wenn Sie auf unserer Seite verweilen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unseren Datenschutzbestimmungen automatisch zu.

DATENSCHUTZ

+41 71 353 35 10
Fachberichte

CFOs blicken pessimistischer in die Zukunft

31.10.2014

Überrendite lockt in den ASEAN-Mitgliedsstaaten
Die geopolitischen Krisen in Ostasien, dem Mittleren Osten oder Osteuropa und die Gefahr eine Ebola-Ausbreitung schlagen den Finanzchefs von Schweizer Unternehmen deutlich auf die Stimmung. Das ist ein zentraler Punkt bei der jüngsten CFO-Umfrage des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte. Nur noch 26% der insgesamt 120 befragten CFOs schätzen die finanziellen Aussichten des eigenen Unternehmens noch positiv ein. Bezüglich der Konjunkturaussichten blickten nur noch 53% der CFOs positiv in die Zukunft. Im letzten Quartal 2014 gehörten noch 75 % zu den Optimisten, was einem Minus von 22 Prozentpunkten entspricht. Der Anteil, der die Konjunktur weder positiv noch negativ einschätzt, ist von 23 auf 38% gestiegen. Nicht nur in der Schweiz verdunkelt sich der Konjunkturhimmel rapide - auch in Deutschland, einem der Haupthandelspartner der Schweiz, blicken die Unternehmen immer pessimistischer in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex fiel unerwartet deutlich von 104.7 auf 103.2 Punkte, wie das Münchner Ifo Institut mitteilte. Damit hat sich die Stimmung im Oktober den sechsten Monat in Folge eingetrübt. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 104.3 Zähler erwartet.
Angesichts der trüben Aussichten in Europa halten wir uns mit Engagements noch zurück. Allerdings bieten Substanzwerte mit einer nachhaltigen Dividendenpolitik noch immer interessante Einstiegschancen. Neben den klassischen Schweizer Dividendentitel sehen wir nach der Korrektur auch in Deutschland (z.B. Daimler, FMC) durchaus wieder attraktive Einstiegslevels.
Anleger, die jedoch auf der Suche nach einer Überrendite sind, könnten in den asiatischen Schwellenländern, genauer gesagt bei den sog. ASEAN-Staaten (Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam) fündig werden (siehe auch Seite 18). Die politischen Risiken, die die Märkte über Jahre hinweg belasteten, lösen sich zunehmend auf - auch wenn der Demokratisierungsprozess bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Wirtschaftlich läuft es in der Region mit über 600 Millionen Einwohnern nach wie vor vergleichsweise gut. Im Schnitt dürften die Mitgliedsstaaten 2014 um gut 6% wachsen - mit Ausnahme von Brunei, für das Ökonomen eine Kontraktion prognostizieren. Kambodscha dürfte 2014 nach bisherigen Schätzungen mit 7.7% sogar schneller wachsen als China. An den dortigen Aktienmärkten hat 2014 - nach einem schwierigen 2013 - eine Trendwende eingesetzt. Vor allem an den kleineren Börsen (Thailand, Indonesien, Laos, Vietnam, Myanmar) haben die Leitindizes seit Anfang Jahr im Schnitt um gut 20% zugelegt. Angesichts der guten Aussichten besitzen die Aktienmärkte noch reichlich Luft nach oben - denn gemessen an den KGVs sind die Märkte noch nicht überbewertet.

Konklusion:
Wir hatten bereits auf die Chancen in den ASEAN-Staaten hingewiesen. Neben klassischen Substanzwerten aus Europa/Schweiz erscheinen uns die Länder als aussichtsreiche Depotbeimischung.

 

Viele weitere Empfehlungen finden Sie Woche für Woche in der aktuellen Ausgabe des „the investor“.

Bestellen Sie jetzt Ihr gratis Probe-Abo im Wert von CHF 50.- / EUR 50.- oder gleich ein Jahresabonnement für CHF 398.- / EUR 398.-

 


Download PDF: